Sonntag, 27. November 2016

Zitronenaufstrich - und dann...?

Als ich vor fast einem Jahr von einer guten Bekannten 
das Rezept für ihren Zitronenaufstrich bekam, war ich noch unwissend...

Diesen Aufstrich lieben ihre Kinder, besonders die große Tochter,  
für die ein Glas ins Weihnachtspaket mußte, als sie ein Auslandsjahr absolvierte 
und über die Weihnachtsfeiertage nicht nach Hause kam.

Das Rezept schlummerte in meiner Rezept-Sammel-Mappe.

Irgendwann im Laufe des letzten Jahres lief mir immer wieder mal 'Lemon Curd' über den Weg 
und es gibt so Sachen 
- dazu gehören Chutneys, Dips, Sirup und eben auch Aufstriche 
wie Dulce de Leche oder in diesem Fall 'Lemon Curd' - 
die ich interessant finde und ausprobieren möchte. 
Meistens ist es so, daß mich die Zutaten 
oder das Endprodukt in irgendeiner Weise "anmachen".

Dann hab ich im letzten Jahr ein Lemon Curd-Rezept ausprobiert.


... ich fand das Zeug seeehr köstlich!

Etwas später stellte ich fest, daß es sich bei dem Zitronenaufstrich-Rezept der Bekannten 
um eine Art Lemon Curd-Rezept handelt...

Hätte ich ja längst mal machen können,
dann wär's mir wohl eher aufgefallen...😎

Aber nun... egal😉.

Ich hab's gekocht und es ist ebenfalls seeehr lecker.
Absolut einfach in der Herstellung
und geht hiermit in meine Rezeptsammlung ein.

Die Zutaten für 2 Gläser à ca. 320ml:

2 Eier
250g Zucker
1 P. Vanillinzucker
2 EL Speisestärke
125ml   frisch gepreßter Zitronensaft (aus 2-3 Zitronen)

125g weiche Butter



Die Speisestärke mit einem Teil des Zitronensafts glattrühren.
Die Eier in einem Kochtopf verschlagen,
den Zucker, den Vanillinzucker und den restlichen Zitronensaft dazugeben
und gut miteinander verrühren.
Die angerührte Speisestärke ebenfalls dazugeben und verrühren.
Die Masse unter ständigem Rühren zum Kochen bringen
und ca. 2-3 Minute durchkochen lassen.
Vom Herd nehmen und die weiche Butter unterrühren.

Den Zitronenaufstrich noch heiß in sterilisierte Gläser füllen,
verschließen und erkalten lassen.


Die Gläser im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Wochen verzehren.


Und nu? Was mach ich damit?
Auf Brötchen, oder wie?🙄
Ja, auf Bötchen oder Toast!

Ich könnt das Zeug ja aus'm Glas löffeln...😊

Oder als Belag für eine leckere Tarte au Citron!

In meinem Fall:
Tartelettes au Citron


Die Zutaten für den Teig:

250g Weizenmehl Type 405
250g weiche Butter
125g Zucker
  1 P. Vanillinzucker
      1 Ei

Hülsenfrüchte zum Blindbacken.


Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten.
In Folie gewickelt für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank parken.


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Dann habe ich den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche auf ca. 0,5 cm Stärke ausgerollt
und mit dem Backpapier für's Blindbacken als Schablone die Teilscheiben ausgeschnitten.


Die Teigscheiben in die Tartelette-Förmchen legen, überschüssigen Teig vom Rand abschneiden und den Teilboden jeweils 4-5 mal mit einer Gabel einstechen.




Nun kommen die Backpapier-Zuschnitte auf den Teig,  werden mit Hülsenfrüchten, oder wie bei mir mit Baking Beans, bedeckt und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt.


Die Tarteletts gehen jetzt für 10 Minuten in den Backofen.
Dann werden Hülsenfrüchte und Backpapier entfernt und die Gebäckstücke werden nochmals 5-10 Minuten gebacken, bis sie eine leichte Bräune entwickelt haben.

Jetzt kommt das Lemon Curd in die Tartelettes, wird glatt gestrichen und die Tartelettes gehen für ca. 10 Minuten in den Backofen.

Jetzt sollten die Tartelettes noch gut durchkühlen.
Dafür stellen wir sie noch ein paar Stunden in den Kühlschrank.




Guten Appetit!


Habt einen schönen Tag!

Donnerstag, 24. November 2016

Vogelfutter


Im letzten Winter habe ich das erste Mal Vogelfutter verarbeitet.
Bis dahin hab ich das Vogelhaus mit verschiedenen Körnern und Saaten bestückt, 
Meisenringe aufgehängt und Rosinen sowie Erdnußbruch verteilt...

Was ist also anders gelaufen?
Ich hab das Futter in Form gebracht...
Im letzten Jahr hab ich Walnußschalenhälften und Keksausstechformen gefüllt.
Dafür mußte der Lieblingsmann viele Löcher in kleine Walnußschalen bohren...


In diesem Jahr hab ich im weltweiten Netz noch Anregungen für "Vogelkuchen" gefunden...
Die Anregungen gefielen mir sehr gut
und so hab ich mich am letzten Wochenende an die Produktion gemacht...

An Zutaten habe ich eine Mischung aus Saaten und Körnern 
sowie Kokosfett verwendet.


 Vom Verhältnis ca. 700g Futtermischung und 500g Kokosfett.

Das Kokosfett wird erhitzt,


dann die Futtermischung eingerührt.

Und schon geht's an's abfüllen.
Ich hab das Abfüllen draußen gemacht 
und angefangen hab ich mit den kleinen Silikon-Kuchenformen.
Das hat schon mal prima geklappt.


Dann habe ich die Walnussschalen 
und anschließend die Ausstechförmchen befüllt.


Dann war nicht mehr ausreichend Masse da...
nochmal einkaufen: 250g Kokosfett
Futtermischung war noch ausreichend da,
die wurde allerdings noch mit Sonnenblumenkernen,
Erdnussbruch und Hanfsaat nach Gefühl aufgefüllt.

Diese Mischung kam dann in die kleine Gugelhupf-Form.


Draußen war es kühl genug, 
daß das Fett aushärten konnte 
und am nächsten Tag war alles bereit 
um weiter bearbeitet zu werden...

Die kleinen Kuchen ließen sich großartig aus den Silikon-Formen herauslösen,
die Masse in der Guglhupf-Form allerdings sträubte sich....
Also die Form auf die Heizung gestellt und anweichen lassen....
Danach ging auch dieser "Kuchen" aus der Form,
aber gefallen hat's mir nicht...
Da werd ich mich nach einer kleinen Silikonform umsehen...


In die Mischung in den Ausstechformen hab ich 
mithilfe einer dicken Nadel
Löcher für Bänder gestochen,
Bänder eingefädelt und zugeknotet - fertig!


Nun noch dekoriert...








Habt einen schönen Tag!

Sonntag, 20. November 2016

Herbstzeit - Suppenzeit

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird 
bekomme ich Lust auf Suppe😀.

Eine Suppe die hier immer gern gegessen wird,
ist die Zwiebelsuppe.

Deshalb hab ich gedacht, 
ihr mögt ja vielleicht auch gern mal 'ne Suppe
und eventuell auch Zwiebelsuppe.


Die Zutaten für eine Suppenmahlzeit für 4 Personen:

1 kg Gemüsezwiebeln
3 EL Butter
1 TL Zucker
etwas Olivenöl

1 EL Mehl
120 ml Weißwein
850 ml Rinderfond

Baguette
120g Bergkäse, grob gerieben


Zuerst werden die Zwiebeln in feine Scheiben geschnitten.
ich mache das immer mit der Hand.


Dann kommt die Butter in einen ausreichend großen Topf und wird zerlassen,
anschließend kommen die Zwiebeln dazu und werden angeschwitzt.

Einen Teelöffel Zucker und etwas Oliven dazugeben, verrühren 
und bei geschlossenem Deckel ungefähr eine Dreiviertelstunde schmoren.


Nun mit einem Esslöffel Mehl bestäuben 
und mit dem Weißwein und Rinderfond aufgießen.
 Die Zwiebelsuppe köchelt jetzt noch einmal eine Dreiviertelstunde vor sich hin.


Zum Abschluss werden  Baguettescheiben in einer Pfanne in etwas Butter angeröstet.


Die Zwiebelsuppe wird in Suppentassen gefüllt
je 2 Baguettescheiben in die Suppe legen
mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen 
und kurz in den Backofen unter den Grill
bis der Käse zerläuft und leicht bräunt.


Dann kann serviert werden!


Guten Appetit!


Habt einen schönen Tag!

Sonntag, 13. November 2016

Raureif überall...


Das kalte Wetter mag ich zwar gar nicht, 
was mich am Herbst und auch im Winter 
aber in seinen Bann zieht
ist der Raureif !


Und so mußte wieder die Kamera geholt werden
um ein paar Raureif-Eindrücke einzufangen...😀

Aus der Haustür auf die Terrasse gegangen
bot sich mir gestern morgen dieser Blick auf den Chill-Platz.


Unterwegs durch den Garten waren dann die eichenblättrige Hortensie

  
Clematis-Samenstände


und ein Pennisetum 'Little Honey' zu entdecken.


Der blau-weiße Garten ist nahezu von allen Stauden befreit 
und bietet diesen Anblick...


Der vordere Garten ist noch nicht auf den Winter eingestellt,
hier steht und liegt das Staudenvolk😉


Bei genauerem Hinsehen gibt's aber auch hier 
noch ein paar Schönheiten...

Die letzten Blätter vom Acer palmatum 'Bloodgood'


und die Puschel vom Perückenstrauch (Cotinus coggyria) 'Golden Spirit'.


Es lohnt sich also auch bei diesem kühlen, diesigen Wetter 
mal durch den Garten zu toben...😉


Im Gemüsegarten ist nur noch wenig zu sehen...

Der Fenchel hat's nicht mehr geschafft groß zu werden
und den Mangold hat's nun auch dahin gerafft😉


Habt einen schönen Tag!

Donnerstag, 10. November 2016

One Pot Pasta - die 2.

Immer auf der Suche nach neuen Pasta-Variationen 
bin ich kürzlich über ein One Pot Pasta-Rezept gestolpert, 
bei dem ich instinktiv wußte: 
das schmeckt!


Kennt ihr das? Ihr lest die Zutatenliste und wißt sofort, 
das kommt hier auf den Tisch!

Also mir ging's so mit diesem Rezept...

für 2 Personen hab ich folgende Zutaten verwendet:

250g gemischtes Hackfleisch
1 kleine Zucchini (oder 1/2 große)
1 rote Paprikaschote
1 rote Zwiebel
3 EL Tomatenmark
125ml Gemüsefond
150g kurze Makkaroni
200g Schmand
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
2-3 Stengel Majoran
2-3 Stengel Thymian
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Die Zucchini putzen, waschen und in Scheiben schneiden,
die Paprika waschen, halbieren, von Kernen und weißen Wänden befreien,
dann in mittelgroße Stücke schneiden.


Die Zwiebel schälen und grob würfeln,
die Knoblauchzehe fein hacken,
Majoran- und Thymianblätter von den Stielen streifen
und  ebenso fein hacken.


Das Olivenöl in einer Pfanne, für die ihr einen Deckel habt, erhitzen
 und das Hackfleisch sowie die Zwiebelwürfel scharf darin anbraten.

Mit der Gemüsebrühe ablöschen,
die kurzen Makkaroni,
Paprika und Zucchini,
die fein gehackte Knoblauchzehe
und die fein gehackten Kräuter
sowie Tomatenmark und Schmand dazugeben.


Alles miteinander verrühren, den Deckel auflegen
und ca. 15-20 Minuten bei leichter bis mittlerer Hitze köcheln lassen.

Zwischendurch immer mal umrühren.
Abschließend mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.


Guten Appetit!


Habt einen schönen Tag!